TAPAS prüft, wie gut sich die TOMP-Spezifikation in der Version 2.0 für die österreichische Mobilitätslandschaft eignet. Das Projekt pilotiert die Spezifikation in echten Systemen, bewertet sie technisch und wirtschaftlich und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. So entsteht erstmals eine belastbare Grundlage für die Frage, wo und wie sich die TOMP-API in Österreich einsetzen lässt.
Auftrag und Einordnung
TAPAS ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Auftrag des Klima- und Energiefonds Österreich. Die zugrunde liegende F&E-Dienstleistung trägt den Titel „Prüfung der TOMP-API als Lösungsansatz für integrierte multimodale Mobilitätsdienste".
Die TOMP-Spezifikation existiert bereits als offener internationaler Standard. TAPAS führt sie nicht neu in Österreich ein, sondern prüft und pilotiert sie für den österreichischen Kontext in echten Systemen. Das Ziel ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Transport Operators, Mobility Platforms, Softwareunternehmen und öffentliche Auftraggeber.
TAPAS steht für „TOMP API Pilots and Assessment for Austria". Die Laufzeit reicht von Juni 2026 bis November 2027.
Was TAPAS untersucht
Das Projekt geht mehreren Fragen nach:
- unter welchen Rahmenbedingungen sich die TOMP-Spezifikation einsetzen lässt
- für welche Mobilitätsformen und Akteursgruppen sie geeignet ist
- welcher Aufwand bei der Implementierung entsteht
- welche technischen und wirtschaftlichen Vorteile möglich sind
- in welchen Fällen ein anderer Integrationsansatz sinnvoller ist
Die Antworten fließen in eine österreichweite Einsatz- und Bewertungsmatrix sowie in Handlungsempfehlungen mit Umsetzungsplan.
Zwei reale Pilotierungen
TAPAS setzt zwei Pilotimplementierungen um. In beiden Fällen wird ein Transport Operator direkt an eine Mobility Platform angebunden, ohne Middleware oder zwischengeschaltete Adapter. So lassen sich die tatsächlichen Aufwände und Herausforderungen realitätsnah bewerten.
Bedarfsverkehr
Direkte Integration eines On-Demand-Systems in eine Mobility Platform.
Carsharing
Direkte Integration eines Carsharing-Angebots in eine Mobility Platform.
Wie wir vorgehen
Die Arbeit baut in fünf Schritten aufeinander auf:
Analyse
TOMP-Spezifikation und österreichische Akteurslandschaft im Detail sichten.
Spezifikation
Die Pilotimplementierungen definieren und die Integrationsprozesse ausarbeiten.
Pilotierungen
Die On-Demand- und die Carsharing-Integration umsetzen und die Implementierungsaufwände dokumentieren.
Evaluierung
Technisch und wirtschaftlich bewerten, auf die österreichische Mobilitätslandschaft hochrechnen und die Einsatz- und Bewertungsmatrix erstellen.
Ergebnis
Handlungsempfehlungen und Umsetzungsplan ableiten.
Das zentrale Ergebnis: die Einsatz- und Bewertungsmatrix
Die Matrix ist das Kernergebnis von TAPAS. Sie bewertet den Einsatz von TOMP entlang mehrerer Kriterien:
- Mobilitätsmodalität
- Funktion (Information, Buchung, Nutzung, Bezahlung)
- Integrationstiefe
- technischer Aufwand
- wirtschaftlicher Nutzen
Daraus ergibt sich erstmals eine belastbare Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von TOMP in Österreich.
Das Konsortium
Das Konsortium vereint Transport Operators, Mobility Platforms, Softwareunternehmen und wissenschaftliche Partner.
Dazu kommen zahlreiche nationale und internationale LOI-Partner. Fachlich begleitet wird TAPAS außerdem von Edwin van den Belt, einem der Mitinitiatoren der TOMP-Spezifikation.
Stimmen aus dem Konsortium
Was sich die Partner von TAPAS erwarten, in ihren eigenen Worten:
Austausch mit der Branche
Die Ergebnisse stimmt TAPAS laufend mit der österreichischen Mobilitätsbranche ab, unter anderem bei regelmäßigen TOMP Round Tables. Umgekehrt fließen die Erkenntnisse aus dem Projekt in die Weiterentwicklung der internationalen TOMP-Spezifikation ein.







